Infoblatt 02/2019: Verwaltung & Politik

Öffentlicher Holzbau soll gefördert werden

Die Umweltminister der Länder haben die Bundesregierung gebeten, die Mittel der Städtebau- und Wohnungsförderung darauf auszurichten, dass die Nutzung des Baustoffes Holz gestärkt wird und Kommunen vermehrt auf den Baustoff Holz setzen. (…) Die nachhaltige Verwendung des als Ökorohstoff bezeichneten Holzes als Baustoff trage dazu bei, dass energieintensive Baustoffe wie z. B. Beton ersetzt (Materialsubstitution), fossile Brennstoffe eingespart (Energiesubstitution) und Treibhausgase in Holzprodukten langfristig gespeichert würden (Holzproduktespeicher).

Quelle: Holz-Zentralblatt online – Newsletter vom 13.05.2019

Quelle: Ingo Bartussek/AdobeStock

Quelle: Ingo Bartussek/AdobeStock

Kompetenzen bündeln, um für öffentliche Vergabe und Großaufträge gewappnet zu sein

Die Berliner Handwerks- und Architektenkammern beklagen, dass die öffentliche Vergabepraxis an der Realität im Holzbaugewerbe vorbeigeht. Die in der Branche meist vertretenen kleinen und mittleren (regionalen) Unternehmen können Großaufträge in serieller Bauweise in größerem Umfang, wie zuletzt bei der Ausschreibung von 27 KiTa-Neubauten, nicht stemmen. Das spricht dafür, dass sich alle Akteure an einen Tisch setzen und die weit verbreitete Rahmenvertragspraxis bei Ausschreibungen im Sinne der Nachhaltigkeit überprüft wird. Nachhaltige Bauvergabe erfordert u. a. auch eine Recherche des Anbietermarktes.

Holzbau in Fertigbauweise – kurze Bauzeiten, aber wenige Anbieter in Deutschland, Quelle: Ludger Dederich

Holzbau in Fertigbauweise – kurze Bauzeiten, aber wenige Anbieter in Deutschland, Quelle: Ludger Dederich

Nachhaltigkeit etabliert sich als Kriterium bei der öffentlichen Beschaffung

Der aktuelle Tätigkeitsbericht des Beschaffungsamtes des Bundesministeriums des Innern (BMI) bietet einen kompakten Überblick über die zahlreichen Beschaffungsvorhaben des vergangenen Jahres.  Die Berücksichtigung von nachhaltigen Produkten ist bei der Arbeit des Beschaffungsamtes von wachsender Bedeutung. Diese Entwicklung dokumentiert, dass sich die Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung (KNB) inzwischen fest im öffentlichen Einkauf etabliert hat.

Staatliche Institutionen und Behörden geben jährlich ca. 350 Mrd. Euro für den öffentlichen Einkauf aus. Das Spektrum der öffentlichen Beschaffung reicht vom Kugelschreiber über Computer und Textilien bis zum Neubau von Autobahnbrücken. Dieses  hohe Auftragsvolumen gibt der öffentlichen Hand eine bedeutende  Marktposition und sie kann durch ihren Einkauf gezielt Nachhaltigkeit in der Wirtschaft fördern. Auch das zählt zu den Aufgaben der KNB. (...)

Quelle: Newsletter Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum – II/2019 (26.06.2019)

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